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BIG Partei Pressemitteilung vom 11.05.2012

Bonn: Stadtverordnete Hülya Dogan (BIG) und stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrates Moussa Acharki (BIG) besuchen die beschädigten AnwohnerInnen in Lannesdorf

Im Rahmen der „proNRW" Hetzkampagne kam es am 05.05.2012 in Lannesdorf zu gewalttätigen Ausschreitungen. Im Vorfeld hat die BIG Partei NRW bereits ein Verbot der rassistisch motivierten Kampagne bei der Staatsanwaltschaft Bonn gefordert, die Imame in die Vorbereitungen der friedlichen Kundgebung eingebunden und auch während der Veranstaltung versucht die Gewalt zu verhindern. Trotz dieser Bemühungen konnten die vielen teils lebensbedrohlichen Verletzungen und der hohe Sachschaden jedoch leider nicht verhindert werden.

Neben dem Unverständnis darüber, wie die gezielten verbalen Angriffe von „pro NRW" auf das friedliche Miteinander gerichtlich legitimiert werden können und warum diese „Provokationen" in unmittelbarer Nähe zu Moscheen stattfinden dürfen, liegt die Aufgabe nun darin, nach den Gründen für solche Gewalttaten zu suchen und die Ursachen zu bekämpfen. Die Bonnerinnen und Bonner müssen dabei weiterhin eng zusammenstehen.

Gestern, am 10.05.2012, haben die Stadtverordnete Hülya Dogan (BIG) und der stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bonn, Moussa Acharki (BIG), die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort besucht. „Auch hier geht es darum, nicht über die Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen. Wir möchten, dass sich die Menschen, die hier wohnen und von der Gewalt überrascht wurden, wieder sicher in ihrer Umgebung fühlen können.", so die Bonner Stadtverordnete Hülya Dogan. Als Zeichen der Anteilnahme verteilten sie Rosen an die Anwohnerinnen und Anwohner, die unmittelbar an dem Ort leben, der am 05. Mai von den gewalttätigen Ausschreitungen betroffen war: Im Umfeld der Kreuzung Drachenburgstrasse / Mallwitzstrasse wurden ca. 60 Haushalte besucht.

Lediglich eine Anwohnerin wollte die Rose nicht annehmen, warf sie der Stadtverordneten Hülya Dogan vor die Füße, und schimpfte dabei, dass sie in ihr Land zurückkehren solle. „Das ist mein Land, und Bonn ist meine Stadt. Ich bin hier geboren." erwiderte Frau Dogan. Die Anwohnerin forderte sie daraufhin auf, sie solle sich doch anpassen. Ohne der Frage nachgehen zu wollen, an wen sich eine deutsche Staatsbürgerin in Deutschland anpassen soll, betont Herr Acharki die sonst ausschließlich positive Resonanz: „Die Menschen hier vor Ort befinden sich immer noch in einer Art Schockzustand. Sie waren aber sehr glücklich darüber, dass wir gekommen sind und sie nicht alleine lassen mit ihren Sorgen und Ängsten. Es gibt noch viel Gesprächsbedarf. Hierbei geht es nicht nur um den materiellen, sondern vor allem um den emotionalen Schaden, der entstanden ist".

anwohner

Hülya Dogan und Moussa Acharki zu Besuch bei den beschädigten AnwohnerInnen

Die Hausbesuche verdeutlichten die Irritationen der Anwohnerinnen und Anwohner über das Ausmaß der Gewalt am vergangenen Samstag. Entsetzt waren viele aber auch von der häufig polarisierenden Sichtweise der Medien. „Mein Nachbar hat bei der Boulevardpresse angerufen und sich über die Art der Berichterstattung beschwert. Das ist reine Panikmache, die hier bewusst betrieben wird.", teilte eine der Anwohnerinnen den beiden Besuchern mit. „Unter meinen Nachbarn sind auch viele Migranten und Muslime. Die sind genauso betroffen wie ich und haben Blechschäden an ihren Autos." gab ein weiterer Anwohner der Stadtverordneten und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Integrationsrates mit auf dem Weg.

„Wir sind eine Partei, die für das vorurteilsfreie und friedliche Miteinander steht. Der Dialog ist entscheidend. Wir müssen uns jetzt um die Bekämpfung der Ursachen kümmern, die für solche Formen der Gewalt verantwortlich sind." fasst es der Bundesvorsitzende und Bonner Stadtverordnete der BIG Partei, Haluk Yildiz, zusammen. „Ein zweiter Schritt ist bereits in Planung. Jetzt geht es darum, einen Spendenaufruf für die Geschädigten zu organisieren."


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