header-Bonn-links

header mach mit

header spenden

BIG Partei Bonn Pressemitteilung vom 07.10.2013

Interkulturelle Gründungsberatung abgelehnt

Die GründungsberaterInnen der Bonner Wirtschaftsförderung unterstützen den Weg in die berufliche Selbstständigkeit und stehen Selbstständigen in den ersten Jahren beratend zur Seite. Aus Sicht der BIG Partei sollte sich das bislang auf Frauen spezialisierte Beratungsangebot auch für andere Zielgruppen öffnen und von der Wirtschaftsförderung zukünftig eine Interkulturelle Gründungsberatung angeboten werden (zum Internetauftritt).

Die Mitglieder der BIG haben im Integrationsrat einen Antrag eingebracht, der vorsieht, die Gründungsberatung der Bonner Wirtschaftsförderung mithilfe eines spezifischen Serviceangebotes für Interessierte mit Migrationserfahrung interkultureller auszurichten. Beantragt wurden u.a. die Benennung von Menschen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe der Gründungsberatung, eine direkte Ansprache sowie ein mehrsprachiges Beratungsangebot (zum Antrag).

Interkulturelle Gründungsberatungen stärken nicht nur den Ausbau einer Willkommenskultur, sondern dienen vor allem einer erhöhten Chancengerechtigkeit sowie der Sicherung einer wirtschaftlich erfolgreichen Zukunft unter Nutzung brachliegender Potentiale. Bedingt durch das erhöhte Armutsrisiko von MigrantInnen in Deutschland und die verstärkte Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt ist ihre Gründerquote höher als bei Deutschen ohne Migrationshintergrund. Für viele Menschen mit Migrationserfahrung ermöglicht der Schritt in die Selbstständigkeit erst den Einstieg in die gesellschaftliche Integration.

Eine Interkulturelle Gründungsberatung ist gerade für ein kulturell vielfältiges Bonn von besonderer Bedeutung, stärkt den Standortfaktor als internationale Stadt und dient einem erfolgreichen und gerechten Miteinander. Im Integrationsrat wurde der Antrag mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen angenommen, im beschlussfassenden Rat dann jedoch mehrheitlich gegen BIG abgelehnt. Die ablehnende Haltung gegenüber einer Interkulturellen Gründungsberatung wurde wie auch bei der Forderung nach einem Netzwerk für UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund (siehe PM) mit der Angst begründet, Parallelstrukturen zu schaffen. Die aus der Angst vor Parallelstrukturen (die lediglich bei der Gruppe der MigrantInnen genannt wird) resultierenden fehlenden spezifischen Unterstützungsangebote verfestigen jedoch gerade erst Parallelstrukturen. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel sind ein Bewusstseinswandel und eine verstärkte Serviceorientierung richtungsweisend für eine erfolgreiche Zukunft.

„Es ist wieder einmal deutlich geworden, dass die Mitglieder des Integrationsrates und die Mitglieder des Stadtrates ein unterschiedliches Verständnis von Integration haben. Mit dem vorgeschobenen Argument "Angst vor Parallelstrukturen" verhindern die Fraktionen eine zielgruppenorientierte Behandlung. Wir sollten uns lieber starkmachen für ein internationales Ansehen, spezifische Serviceangebote für Migrantinnen und Migranten aufbauen und Maßnahmen ergreifen, um alle vorhandenen Potentiale effizient nutzen zu können." so Eyüp Akman (BIG), Mitglied des Integrationsrates und Wirtschaftsausschusses der Stadt Bonn.


::: Newsletter hier abonnieren ::::


Empfange HTML?

01-BIG_NRW_Wahlplakat_2012_Vielfalt-FAIReint
Ahmet-Celik-Bonn
Altun-und-Koese-Bonn
Barbara-Orlowski-Bonn
Dr-Hossein-Pur-Khassalian-Bonn
Du_kannst_Jugendliche
Emilie-Moseana-Bonn
Farid-Zahauini-Bonn
Haluk_Yildiz_Bonn_2014
Hani-Salim-Bonn
Hussein-El-Bayari-Bonn
Jaouad_und_Hussein-Bonn
Kaisa-Ilunga-Bonn
Mohamed-Haddouti-Bonn
Mohamedou-Amine-Niang-Bonn
Moussa-Acharki-Bonn
MUT_zum_Miteinander_Frauen
MUT_zur_Vielfalt_Kinder
Nsiambote-Kumuini-Bonn
Oezlem-Uestuendag-Bonn
Rachid-El-Khalfi-Bonn
Said-Ahardane-Bonn
SPD_schafft_sich_ab
STOPP_RASSISMUS_koelsch_Hochformat
Youssouf-Samassa-Bonn